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19.05.2017

Spurensuche. Mut zur Verantwortung!

Logo Internationaler Museumstag 2017, © Deutscher Museumsbund e.V.
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Frankfurt feiert am Wochenende den Internationalen Museumstag

(kus) Unter dem Motto „Spurensuche. Mut zur Verantwortung!“ findet am Sonntag, 21. Mai, der „Internationale Museumstag“ statt. Bereits zum 40. Mal wird an diesem Tag die thematische Vielfalt der Museen weltweit gefeiert. Mit einem abwechslungsreichen Programm, Sonderführungen und Workshops beteiligen sich verschiedene Frankfurter Museen an diesem Aktionstag, geben Einblick in die Museumswelt oder gewähren einen Blick hinter die Kulissen.

„Der Internationale Museumstag lädt Kinder und Erwachsene dazu ein, die in den Museen bewahrten Schätze neu zu entdecken. Geschichten und geschichtliche Spuren hinter den Exponaten stehen in diesem Jahr im Mittelpunkt, die sich hinter einem Porzellanteller genauso verbergen können wie hinter einem Buch, Gemälde oder Gebäude“, erklärt Kulturdezernentin Ina Hartwig. „Die Museen eröffnen so die Möglichkeit, sich mit wichtigen aktuellen Themen wie Migration und kultureller Vielfalt ebenso auseinanderzusetzen wie mit der Vergangenheit.“

Im Archäologischen Museum steht die Provenienz-Forschung des Hauses im Mittelpunkt. Wem gehörten beispielsweise die antiken Objekte, bevor sie in der Zeit des Nationalsozialismus vom damaligen Museum für heimische Vor- und Frühgeschichte erworben wurden? Diesen Fragen wird nachgegangen und die neuesten Ergebnisse der Forschung vorgestellt.

Ein Höhepunkt des Internationalen Museumstages ist das Bürgerwochenende im Historischen Museum. Am Samstag und Sonntag, 20. und 21. Mai, jeweils von 10 bis 17 Uhr, sind die Bürger zum TAKEOVER eingeladen und können die Dimensionen des neuen Stadtmuseums erfahren. Am eintrittsfreien Wochenende mit Festprogramm und Sonderführungen, Musik- und Theateraufführungen wird das Museumsquartier erstmals als kultureller Erlebnisraum erfahrbar.

Mit der Frage, wie sehr unsere Wahrnehmung anderer Länder, Kulturen und Menschen durch Internet, Werbung, Berichterstattungen und Filmen geprägt ist, konfrontiert das Weltkulturen Museum seine Besucher.

Auch das Lutherjahr ist am Internationalen Museumstag präsent. Während im Institut für Stadtgeschichte ab 17 Uhr das Ensemble für mitteldeutsche Alte Musik „The Playfords“ heute noch gebräuchliche Kirchenlieder des evangelischen Gesangbuches und deren weltliche Wurzeln im Fokus hat, können sich Kinder und Erwachsene im Bibelhaus Erlebnis Museum in Workshops mit seinen 95 Thesen und den Fakten und Fiktionen der Bibel beschäftigen. Für Museumsbesucher ab vier Jahren ist in der Schirn Kunsthalle die Bildwelt des Künstlers Magritte geöffnet, dazu gibt es Geschichtenerzähler und Möglichkeiten, selbst kreativ zu werden.

Im Deutschen Filmmuseum steht der künstlerische Nachlass von Maximilian Schell im Mittelpunkt und bietet einen exklusiven Einblick in diese Sammlung. Im Museum für Kommunikation öffnet das Sammlungsdepot seine Türen und lädt unter dem Motto „Schau genau!“ Kinder zu einer Rallye ein. Und wer gerne auf Zeitreise in das Jahr 1963 gehen möchte, sollte eine Rundfahrt im Historischen Postbus unternehmen. Das Museum Judengasse lädt zu Führungen beispielsweise in das einst jüdisch geprägte Ostend oder über den alten jüdischen Friedhof ein. Im Museum Giersch steht die Sonderausstallung „ersehnte Freiheit. Abstraktionen in den 1950er Jahren“ auf dem Programm.

Der Internationale Museumstag findet seit 1978 jährlich statt. Ziel ist, auf die thematische Vielfalt der Museen und ihre gesellschaftliche wie soziale Bedeutung aufmerksam zu machen und das breite Spektrum der Museumsarbeit aufzuzeigen. Nähere Informationen zu den Veranstaltungen der beteiligten Museen in Frankfurt mit Angaben zu Eintrittspreisen, Anmeldeverfahren und Uhrzeiten sind zu finden unter http://www.museumstag.de oder dem Internetauftritt der Museen.